Nachhaltigkeit

„Von einem Prinzip der Forstwirtschaft hat sich Nachhaltigkeit zu einem Leitbild für das 21. Jahrhundert entwickelt. Der Kerngedanke: Zukünftige Generationen sollen dieselben Chancen auf ein erfülltes Leben haben wie wir. Gleichzeitig müssen Chancen für alle Menschen auf der Erde fairer verteilt werden. Nachhaltige Entwicklung verbindet wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und dem Schutz der natürlichen Umwelt.” (Bildung für nachhaltige Entwicklung)

„Gegenwart? Jetzt. Zukunft? Bald.”, so lautet die Überschrift von Charlotte zu ihren Gedanken über Nachhaltigkeit. Viele Kinder und Jugendliche fragen sich, ob die Welt noch schön ist, wenn sie erwachsen sind.

 

„Ich hoffe auf eine schöne Zukunft”, schreibt Sarah und engagiert sich bei „Zukunft jetzt e.V.” und bei „Plant for the Planet”, um ihren Teil für eine lebenswerte Zukunft beizutragen.

 

„Es muss ein grundlegendes Umdenken in den Köpfen der Verantwortlichen geben. Doch diese Änderungen lassen auf sich warten und es stellt sich die Frage, ob es eines Tages nicht möglicherweise zu spät ist.” Diese Schlussworte findet Philipp nach seinen Überlegungen, weshalb er sich in nachhaltigen Projekten engagiert.

 

Und Sonja schlussfolgert zur Frage „Energie  ein Thema, das mich betrifft?”, dass viele Menschen immer mehr Energie verbrauchen und dabei garnicht an die Umwelt denken.

 

Matthias denkt auch über die Nachteile nachhaltiger Energiegewinnung nach und führt aus: „Solarzellen sind zwar schwer zu entsorgen, Windräder erzeugen Schwingungen im Boden und sind gefährlich für Vögel, für Wasserkraftwerke werden große Gebiete überflutet und Geothermalkraftwerke könnten eventuell Erdbeben verursachen, das weiß man aber noch nicht genau. Aber das sind keine dauerhaften Folgen und sie lassen sich beheben. Die Folgen der Nutzung von fossilen Brennstoffen sind wesentlich schwerwiegender und die Folgen können ewig dauern, selbst lange nach Aufgabe der Nutzung.”

 

Paula erfindet eine Geschichte, in der eine Energiefee jungen Menschen nahe bringt, wo und wie sich Energie sparen lässt, ohne dass man auf etwas verzichten muss. Als Maria aufbricht um ihre Freund Lina zu besuchen, folgt sie den Empfehlungen der Fee: „Maria schaltete den CD-Player aus, zog den Stecker, schaltete das Licht aus und verließ das Zimmer.”

Alle Zitate stammen aus

 

Ute Gebhardt-Eßer: Generation Globalisierung – Nachhaltigkeit im pädagogischen Alltag. München: oekom Verlag 2013.

Eine wichtige Ausprägung der Nachhaltigkeit ist die Kohärenz. Kohärenz  dieser sperrige Fachbegriff  bedeutet, dass die verschiedenen Dimensionen von Nachhaltigkeit immer abgestimmt werden sollen. Ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit gehen Hand in Hand.

 

Gerade auch Kinder und Jugendliche sind bereit, ihr Kaufverhalten nachaltig zu reflektieren.

Ein Beispiel

Wenn wir ein Smartphone kaufen, stecken in diesem Rohstoffe, die teilweise in Kriegsgebieten von Kindern abgebaut werden. Gleichzeitig werden Umweltstandards nicht eingehalten. Das heißt, dass wir mit jedem handelsüblichen Smartphone eventuell die Gesundheit von Kindern und die Umwelt von Menschen in Afrika und Asien aktiv gefährden. Arbeitende Kinder haben keine Zeit für die Schule, dadurch fehlt ihnen die Bildung um in einer globalisierten Welt Aufstiegschancen zu haben.

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